Diagnose Schlaganfall: Auch Jüngere betroffen


08.05.2017

Vortrag von Dr. Joachim Durner zum bundesweiten Tag gegen den Schlaganfall

ICHENHAUSEN. Die Diagnose verändert das Leben von einer Sekunde auf die andere: Schlaganfall. Erhält der Patient nicht umgehend professionelle Hilfe, können bleibende Schäden zurückbleiben. Zum bundesweiten Tag gegen den Schlaganfall und im Rahmen der Vortragsreihe „Gesund durchs Jahr“ referiert der Ärztliche Direktor der Fachklinik Ichenhausen Dr. Joachim Durner am Mittwoch den 10. Mai um 18 Uhr über das Thema „Rehabilitation nach Schlaganfall“.

Der Schlaganfall ist und bleibt eine Volkskrankheit. 270.000 Schlaganfälle ereignen sich nach Angaben der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe bundesweit im Jahr. Er ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. Der Schlaganfall kann aber praktisch alle Altersklassen betreffen.

Ursache für einen Schlaganfall ist meist eine Verstopfung eines Blutgefäßes durch ein Gerinnsel. In der Folge kommt es sehr schnell zu einem Untergang des betroffenen Nervengewebes. Je nach Gehirnareal resultieren entsprechende neurologische Ausfälle. Eine weitere Ursache ist eine teilweise Gefäßverkalkung, die zu einer Einengung oder einem Verschluss der Gehirngefäße führen und die Durchblutung unterbrechen kann. Neben Durchblutungsstörungen zählen auch Gehirnblutungen zu den Folgen eines Schlaganfalls. Hier können die Gefäße  beispielsweise durch einen plötzlichen Blutdruckanstieg, eine ungewohnte Beanspruchung oder aber durch Stress platzen. Dies kann wiederum zu einer Blutung in das umliegende Gehirngewebe mit entsprechenden Ausfällen führen.

Gezielte Rehabilitation und Früherkennung

Folgen eines Schlaganfalls sind sehr oft bleibende Behinderungen. Durch gezielte Rehabilitation können Patienten jedoch lernen, mit diesen im Alltag umzugehen.
Dabei könnten Folgeschäden in einigen Fällen durchaus verhindert werden. „Jeder achte Schlaganfall kündigt sich an“, erklärt der Ärztlicher Direktor Dr. Joachim Durner. Vor dem eigentlichen, schweren Hirninfarkt treten bei anfangs scheinbarer Gesundheit der Betroffenen meist einige typische Symptome plötzlich und unmittelbar auf.

Hierzu zählen z.B. Sehstörungen, Sprach-, Sprachverständnisstörungen, Lähmungen, Taubheitsgefühl, Schwindel mit Gangunsicherheit und sehr starker Kopfschmerz. Generell hängen die Symptome davon ab, welches Gehirnareal wie stark betroffen ist. Da es sich immer um einen medizinischen Notfall handelt, ist absolute Eile geboten. Werden die Anzeichen richtig erkannt und die Patienten schnell und adäquat behandelt, lassen sich ein sehr großer Anteil der Folgeschäden mindern oder vermeiden.

Rehabilitation nach Schlaganfall - Vortrag in der Fachklinik Ichenhausen

Im Rahmen der Vortragsreihe „Gesund durchs Jahr“ will der Chefarzt der Neurologie, Dr. Joachim Durner, über die Auslöser und die Warnsignale eines Schlaganfalls und die Rehabilitation danach sprechen und informieren. „Rehabilitation nach Schlaganfall“ ist der Titel des Vortrags, der am 10.05.2017 um 18 Uhr im Vortragsraum 3006 der Fachklinik Ichenhausen stattfindet. Interessierte sind hierzu herzlich eingeladen – der Eintritt ist kostenlos.

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